Imkern rund ums Jahr
Imkern im Februar: Futterkontrolle, Reinigungsflug und erste Frühlingszeichen
Im Februar ist am Bienenstand noch Winterruhe spürbar, aber im Inneren der Beute beginnt langsam die neue Saison. Die Tage werden länger, die ersten milden Phasen können kommen und das Bienenvolk bereitet sich auf den Frühling vor.
Für Imker ist der Februar ein Monat zwischen Geduld und Aufmerksamkeit: Die Völker sollen möglichst in Ruhe bleiben, gleichzeitig müssen Futtervorrat, Flugloch, Mäuseschutz und Reinigungsflug im Blick behalten werden.
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Kurz gesagt: Was ist im Februar wichtig?
Im Februar sollte der Imker seine Bienenvölker weiterhin möglichst in Ruhe lassen. Wichtig sind ruhige Kontrollen von außen, eine grobe Futterkontrolle über das Gewicht, freie Fluglöcher, funktionierender Mäuseschutz und die Beobachtung des Reinigungsflugs. Größere Eingriffe ins Volk sind nur bei passendem Wetter und echtem Bedarf sinnvoll.
Februar in der Imkerei: Zwischen Winterruhe und Frühlingsstart
Der Februar fühlt sich oft noch wie Winter an. Trotzdem verändert sich im Bienenvolk bereits einiges. Die Königin kann wieder stärker mit der Eiablage beginnen, und das Volk muss die Brut warmhalten.
Sobald Brut vorhanden ist, steigt der Energiebedarf. Das Bienenvolk benötigt mehr Futter, weil das Brutnest zuverlässig warmgehalten werden muss. Genau deshalb ist der Februar für die Futterkontrolle so wichtig.
Gleichzeitig gilt: Nicht jedes milde Wochenende bedeutet automatisch, dass man die Beute öffnen sollte. Der Februar bleibt ein Monat für ruhige, überlegte Arbeiten.

Im Februar ist Geduld gefragt: Vieles lässt sich von außen erkennen, ohne das Volk unnötig zu stören.
Februar-Kompass: Worauf kommt es jetzt an?
Im Februar hilft ein einfacher Blick auf vier Bereiche: Futter, Flugloch, Reinigungsflug und Vorbereitung. So bleibt der Monat übersichtlich, ohne die Völker unnötig zu stören.
Futter
Der Verbrauch steigt, sobald mehr Brut gepflegt wird.
Flugloch
Der Eingang sollte frei bleiben, ohne hektisch daran zu arbeiten.
Reinigungsflug
An milden Tagen zeigen die Bienen erste Aktivität außerhalb der Beute.
Vorbereitung
Rähmchen, Mittelwände, Werkzeug und Stockkarten werden jetzt vorbereitet.
Was machen die Bienen im Februar?
Im Februar sitzen die Bienen häufig noch in der Wintertraube. An kalten Tagen bleiben sie eng zusammen, verbrauchen ihre Vorräte und halten das Innere des Volkes warm. Wird es milder, lockert sich die Traube und einzelne Bienen bewegen sich stärker im Stock.
Je nach Wetter, Standort und Volksstärke beginnt das Volk jetzt mit mehr Brut. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Frühjahr. Für die Brutpflege braucht das Volk Wärme, Futter und später auch Pollen.
Erste Pollenquellen können je nach Region Hasel, Erle, Schneeglöckchen, Krokus oder Winterling sein. Wenn Bienen an milden Tagen mit Pollenhöschen zurückkommen, ist das ein gutes Zeichen: Das Volk lebt und pflegt wahrscheinlich Brut.
Merksatz für Februar
Im Februar entscheidet nicht die Neugier des Imkers, sondern der Zustand des Volkes. Erst beobachten, dann handeln – und nur öffnen, wenn Wetter und Anlass wirklich passen.

Der Reinigungsflug ist im Februar einer der wichtigsten Beobachtungspunkte am Bienenstand.
Der Reinigungsflug im Februar
Einer der wichtigsten Momente im Februar ist der Reinigungsflug. Nach längerer Kälte nutzen Bienen milde Tage, um auszufliegen und ihre Kotblase zu entleeren. Das gehört zum natürlichen Hygieneverhalten der Bienen.
Für den Imker ist der Reinigungsflug sehr interessant, weil er erste Hinweise auf den Zustand der Völker geben kann. Wenn an einem milden Tag mehrere Völker fliegen, Pollen eingetragen wird und keine auffälligen Verschmutzungen an der Beute zu sehen sind, ist das meistens ein gutes Zeichen.
Wichtig ist aber: Während des Reinigungsflugs sollte man die Bienen nicht unnötig stören. Beobachten, notieren und ruhig bleiben reicht meistens völlig aus.
Praxis-Tipp: Reinigungsflug richtig beobachten
Achte beim Reinigungsflug nicht nur darauf, ob Bienen fliegen, sondern auch wie sie fliegen. Wirkt der Flug ruhig und zielgerichtet? Kommen Bienen mit Pollen zurück? Gibt es starke Verkotungen an der Beute? Solche Beobachtungen helfen später bei der Einschätzung.
Was sollte der Imker im Februar tun?
Im Februar geht es vor allem um Kontrolle von außen. Der Imker prüft, ob die Beuten sicher stehen, die Fluglöcher frei sind, der Mäuseschutz noch sitzt und die Völker ausreichend schwer wirken.
Besonders nach Sturm, Schnee oder längeren Frostphasen lohnt sich ein ruhiger Kontrollgang. Dabei wird nicht gegen die Beute geklopft und nicht unnötig geöffnet.
Wer sauber arbeitet, kann im Februar schon viel erkennen, ohne die Winterruhe der Bienen zu stören.
Die wichtigsten Aufgaben im Februar
- Bienenstand nach Sturm und Schnee kontrollieren
- Fluglöcher vorsichtig frei halten
- Mäusegitter und Fluglochkeile prüfen
- Reinigungsflug beobachten
- Polleneintrag an milden Tagen notieren
- Futtervorrat grob über das Gewicht einschätzen
- Bodenschieber oder Windel kontrollieren
- Abgestorbene Völker bienendicht verschließen
- Rähmchen und Mittelwände vorbereiten
- Werkzeug und Schutzkleidung reinigen
- Material für März und April bestellen
- Stockkarten und Notizen vorbereiten
Futterkontrolle im Februar: Jetzt genau hinsehen
Die Futterkontrolle ist im Februar besonders wichtig. Wenn die Völker wieder mehr Brut pflegen, steigt der Verbrauch. Gerade starke Völker können jetzt ordentlich Futter benötigen.
Eine erste Einschätzung gelingt ohne Öffnen der Beute. Viele Imker heben die Beute hinten leicht an und vergleichen das Gewicht mit den anderen Völkern. Noch genauer geht es mit einer Kofferwaage oder Federwaage*.
Wichtig ist: Die Kontrolle soll das Volk nicht stören. Es geht im Februar nicht darum, gemütlich Waben zu ziehen, sondern den Futtervorrat grob und sicher einzuschätzen.

Was tun, wenn ein Volk zu leicht ist?
Wenn ein Volk deutlich zu leicht wirkt, sollte man nicht abwarten, bis es verhungert. Eine Notfütterung kann nötig sein. Dabei kommt es aber stark auf Wetter, Beutensystem, Bienensitz und vorhandene Futterwaben an. Wer unsicher ist, sollte sich Hilfe im Imkerverein oder bei einem erfahrenen Imker holen.
Flugloch, Mäuseschutz und Bodenschieber kontrollieren
Das Flugloch sollte auch im Februar frei bleiben. Tote Bienen vor der Beute sind im Winter normal. Problematisch wird es, wenn das Flugloch komplett verstopft ist und keine ausreichende Luftzirkulation mehr möglich ist.
Mäusegitter und Fluglochkeile sollten weiterhin richtig sitzen. Mäuse suchen im Winter Schutz und können in einer Beute erheblichen Schaden anrichten. Deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf jedes Volk.
Auch der Bodenschieber oder die Windel kann Hinweise geben. Am Gemüll erkennt man oft, wo das Volk sitzt, ob Futter verbraucht wird und wie stark die Aktivität ungefähr ist. Die Kontrolle sollte aber ruhig und ohne unnötige Erschütterung erfolgen.

Woran erkennt man ein gesundes Volk im Februar?
Eine sichere Beurteilung ist im Februar nicht immer einfach, weil man die Völker möglichst wenig stören sollte. Trotzdem gibt es einige gute Hinweise von außen.
- ruhiger Flugbetrieb an milden Tagen
- Bienen tragen Pollen ein
- keine starken Verkotungen an der Beute
- Flugloch ist nicht vollständig verstopft
- Beute fühlt sich nicht auffällig leicht an
- Gemüll zeigt einen plausiblen Bienensitz
Einzelne tote Bienen vor der Beute sind im Winter kein Grund zur Panik. Auffälligkeiten sollte man aber notieren und im Zweifel mit einem erfahrenen Imker besprechen.
Was man im Februar nicht machen sollte
Der Februar ist kein Monat für unnötige Neugier. Auch wenn die ersten milden Tage Lust auf Frühling machen, bleiben die Völker empfindlich. Brut kann auskühlen, und jede Störung kostet Energie.
- regelmäßig ohne klaren Grund öffnen
- Waben ziehen bei kaltem Wetter
- das Brutnest auseinanderreißen
- an die Beute klopfen, um zu hören, ob Bienen leben
- hektisch am Flugloch arbeiten
- zu früh erweitern
- mit Fütterung oder Behandlung experimentieren
Besonders bei schwachen oder auffälligen Völkern gilt: Nicht wild herumprobieren. Besser erst beobachten, Gewicht prüfen, Notizen machen und bei Unsicherheit erfahrene Hilfe holen.
Material für das Frühjahr vorbereiten
Auch wenn an den Bienen selbst noch wenig gemacht wird, ist der Februar ein sehr guter Monat für Vorbereitung. Der März und April kommen oft schneller als gedacht. Wenn die Völker sich entwickeln, sollte das Material bereitstehen.
Jetzt ist die richtige Zeit, um Rähmchen zu bauen, Mittelwände vorzubereiten, Werkzeug zu reinigen und die eigene Betriebsweise für das neue Jahr zu planen.
Vorbereitungsarbeiten im Februar
- Rähmchen zusammenbauen
- Mittelwände vorbereiten
- Stockmeißel und Smoker reinigen
- Schutzkleidung prüfen
- Handschuhe kontrollieren
- Honigräume und Zargen bereitstellen
- Stockkarten oder Imker-App vorbereiten
- Material für Ableger und Schwarmzeit planen
- Honiggläser und Etikettenbestand prüfen
Warum Notizen im Februar so wertvoll sind
Gute Imkerei beginnt nicht erst beim Öffnen der Beute. Gerade im Februar sind Beobachtungen von außen sehr wertvoll. Welche Völker fliegen zuerst? Wo wird Pollen eingetragen? Welche Beute wirkt leicht? Wo liegt viel Gemüll?
Solche Notizen helfen später bei der ersten Durchsicht. Du erkennst schneller, welches Volk besondere Aufmerksamkeit braucht und welches Volk gut durch den Winter gekommen ist.
Fragen für deine Stockkarte im Februar
- Hat das Volk an milden Tagen geflogen?
- Wurde Pollen eingetragen?
- Ist das Flugloch frei?
- Sitzt der Mäuseschutz richtig?
- Wirkt die Beute ausreichend schwer?
- Gibt es auffällige Verkotungen?
- Wo sitzt das Volk laut Bodenschieber?
Praktische Ausrüstung für den Februar
Im Februar brauchst du keine übertriebene Spezialausrüstung. Sinnvoll sind Hilfsmittel für Kontrolle, Vorbereitung und sauberes Arbeiten. Hier kannst du später deine eigenen Amazon-Partnerlinks einfügen.
Kofferwaage oder Federwaage
Sehr hilfreich, um den Futtervorrat grob über das Gewicht der Beute einzuschätzen, ohne das Volk zu öffnen.
Mäusegitter
Schützt die Beute vor Mäusen und gehört besonders in der kalten Jahreszeit zur wichtigen Grundausstattung.
Imker-Notizbuch
Für Beobachtungen, Futterkontrollen und spätere Durchsichten sind gute Notizen Gold wert.
Rähmchen
Im Februar lassen sich neue Rähmchen in Ruhe vorbereiten, bevor im Frühjahr mehr Arbeit ansteht.
Mittelwände
Mittelwände sollten rechtzeitig bereitliegen, damit du im Frühjahr nicht unter Zeitdruck gerätst.
Stockmeißel
Ein sauberer, stabiler Stockmeißel sollte vor dem Frühjahr kontrolliert und einsatzbereit sein.
Februar-Checkliste für Imker
- Bienenstand nach Sturm, Schnee und Frost kontrollieren
- Fluglöcher vorsichtig prüfen und freihalten
- Mäusegitter und Fluglochkeile kontrollieren
- Reinigungsflug an milden Tagen beobachten
- Polleneintrag notieren
- Futtervorrat grob über Gewicht einschätzen
- Bodenschieber oder Windel kontrollieren
- Keine unnötigen Eingriffe ins Volk machen
- Rähmchen und Mittelwände vorbereiten
- Werkzeug reinigen
- Schutzkleidung prüfen
- Material für März und April bestellen
Mein Fazit zum Imkern im Februar
Der Februar ist ein stiller, aber wichtiger Monat im Bienenjahr. Die Völker sind noch empfindlich, gleichzeitig beginnt im Inneren langsam die Entwicklung Richtung Frühling.
Für den Imker bedeutet das: aufmerksam bleiben, aber nicht übertreiben. Futter, Flugloch, Mäuseschutz, Reinigungsflug und Standplatz sind jetzt wichtiger als große Eingriffe.
Wer im Februar ruhig kontrolliert und sein Material vorbereitet, startet deutlich entspannter in den März und April. Genau dann nimmt das Bienenjahr richtig Fahrt auf.
Häufige Fragen zum Imkern im Februar
Sollte man Bienenvölker im Februar öffnen?
Normalerweise sollte man Bienenvölker im Februar nicht unnötig öffnen. Bei kaltem Wetter können Brut und Wintertraube gestört werden. Eine Kontrolle ist nur bei passendem Wetter und klarem Grund sinnvoll.
Was macht der Imker im Februar?
Im Februar kontrolliert der Imker vor allem von außen: Flugloch, Mäuseschutz, Standfestigkeit, Futtervorrat über das Gewicht und den Reinigungsflug. Außerdem wird Material für das Frühjahr vorbereitet.
Warum ist die Futterkontrolle im Februar so wichtig?
Im Februar kann das Bienenvolk wieder mehr Brut pflegen. Dadurch steigt der Futterverbrauch. Ein Volk, das jetzt zu wenig Futter hat, kann trotz überstandenem Winter noch verhungern.
Was ist der Reinigungsflug?
Beim Reinigungsflug verlassen Bienen an einem milden Tag die Beute, um ihre Kotblase zu entleeren. Das ist ein natürliches Hygieneverhalten nach längeren Kältephasen.
Welche Ausrüstung ist im Februar sinnvoll?
Sinnvoll sind eine Kofferwaage oder Federwaage für die Futterkontrolle, Mäusegitter, Stockmeißel, Rähmchen, Mittelwände und ein Notizbuch oder eine Stockkarte für Beobachtungen.
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Winterruhe, Futterkontrolle und Vorbereitung auf das neue Bienenjahr.







