🐝 Imkern im Dezember – Winterruhe, Oxalsäurebehandlung und Planung fürs neue Jahr
Der Dezember ist der ruhigste Monat im Imkerjahr – und dennoch von großer Bedeutung. Während die Natur in tiefem Winterschlaf liegt, sitzen die Bienen eng in ihrer Wintertraube und halten sich gegenseitig warm. Für den Imker steht nur eine Aufgabe im Mittelpunkt: die Oxalsäurebehandlung gegen die Varroa-Milbe. Ansonsten gilt: Ruhe bewahren und die Völker nicht stören.
Imkern im Dezember bedeutet Achtsamkeit und Planung. Jetzt wird der Grundstein für ein gesundes Frühjahr gelegt – sowohl im Bienenstock als auch im Kopf des Imkers.
❄️ Witterungs- und Naturbeobachtung
Im Siegerland zeigt sich der Dezember meist frostig und verschneit. Die Temperaturen sinken dauerhaft unter 5 °C, und die Bienen verharren in ihrer Wintertraube. Kein Flug, keine Brut, keine Aktivität – nur im Inneren des Stocks hält das Volk konstant etwa 25 °C.
Die Winterbehandlung sollte in einer brutfreien Phase erfolgen, meist zwischen Mitte und Ende Dezember, an einem kalten, windstillen Tag.
🧰 To-do-Liste für das Imkern im Dezember
- Oxalsäurebehandlung durchführen: Nur bei brutfreien Völkern und Temperaturen um 0 °C.
- Fluglöcher kontrollieren: Mäuseschutz prüfen, Schnee oder Eis entfernen.
- Standsicherheit prüfen: Beuten fest, Deckel dicht, keine Windangriffsflächen.
- Beobachten statt eingreifen: Kein Öffnen, keine Störungen!
- Imkerwerkzeug reinigen: Geräte und Rähmchen für die neue Saison vorbereiten.
- Jahresplanung starten: Materialbedarf prüfen, Honiggläser und Etiketten bestellen.
👨🏫 Extra-Tipp für Jungimker
Die Oxalsäurebehandlung ist der wichtigste Eingriff des Winters. Sie erfolgt nur einmal – und zwar, wenn wirklich keine Brut mehr vorhanden ist. Verwende ausschließlich zugelassene Mittel und trage Handschuhe und Schutzbrille. Die Behandlung wirkt nur, wenn sie ruhig und konzentriert durchgeführt wird.
🐝 Wusstest du schon?
In der Wintertraube herrscht perfektes Teamwork: Außen sitzen die älteren Bienen als Isolationsschicht, im Inneren rotieren die jüngeren. So bleibt das Zentrum immer warm – und die Königin geschützt.
💡 Persönliche Erfahrungen & Profi-Tipps
Ich führe meine Oxalsäurebehandlung meist um den 20. Dezember durch, sobald sich stabile Kälte eingestellt hat. Danach kontrolliere ich nur noch von außen. Eine ruhige Beute ist ein gutes Zeichen. Unruhige oder klopfende Geräusche deuten auf Stress, Futtermangel oder Störungen hin.
Im Dezember beginne ich auch meine Jahresplanung: Was lief gut, was kann verbessert werden? Diese Reflexion hilft mir, im neuen Jahr gezielter zu arbeiten und die Materialbestände rechtzeitig aufzufüllen.
🧺 Nützliche Produkte für den Dezember
- Oxalsäurelösung (zugelassen): Für die Winterbehandlung – Jetzt ansehen
- Dosierspritze oder Träufelset: Für präzises Aufbringen der Oxalsäure – Zum Produkt
- Schutzhandschuhe & Schutzbrille: Sicherheit bei der Behandlung – Hier kaufen
- Stockwaage: Zur Gewichtskontrolle ohne Öffnen – Zum Angebot
- Imker-Kalender: Für die Planung der neuen Saison – Ansehen
Hinweis: Einige Links sind Affiliate-Links. Beim Kauf über diese Links unterstützt du meine Arbeit, ohne dass dir Mehrkosten entstehen.
❓ Häufige Fragen zum Imkern im Dezember
Wann sollte man die Oxalsäurebehandlung durchführen? In der brutfreien Zeit, meist Mitte bis Ende Dezember, bei Temperaturen um 0 °C.
Darf man die Beuten im Dezember öffnen? Nein, nur von außen beobachten. Jede Störung kann den Wärmehaushalt gefährden.
Wie erkennt man, ob die Völker leben? Ein leises Summen beim Klopftest oder warme Luft am Flugloch zeigt Aktivität an.
Was macht der Imker im Dezember sonst? Werkzeugpflege, Materialbestellung, Jahresplanung und ruhige Beobachtung.







