🐝 Imkern im September – Futterkontrolle, Volksstärke und Wintervorbereitung
Der September ist der Monat der Kontrolle und Vorbereitung. Die Hauptarbeiten des Jahres liegen hinter dem Imker, doch jetzt entscheidet sich, ob die Völker gut über den Winter kommen. Die Futtermenge, die Volksstärke und der Varroastatus stehen im Mittelpunkt. Es gilt, Ruhe in die Bienenvölker zu bringen und letzte Korrekturen vorzunehmen.
Imkern im September bedeutet, die Saison sauber abzuschließen: Futtervorräte prüfen, Beuten abdichten, Milbenbelastung kontrollieren und den Bienen Ruhe gönnen.
🍂 Witterungs- und Naturbeobachtung
Im Siegerland zeigt sich der September meist von seiner goldenen Seite. Morgens liegt Tau über den Wiesen, die Tage sind warm, die Nächte kühl. Für die Bienen endet nun die Trachtzeit. Nur noch einzelne Spätblüher liefern Nektar – das Volk zieht sich allmählich zurück. Die Königin reduziert die Eiablage, und die Aufzucht der Winterbienen läuft auf Hochtouren.
Jetzt ist die letzte Gelegenheit, eventuelle Mängel auszugleichen, bevor die Natur endgültig in den Herbst übergeht.
🧰 To-do-Liste für das Imkern im September
- Futterkontrolle durchführen: Mindestens 18–20 kg Futter pro Volk sicherstellen.
- Varroa-Belastung prüfen: Windelkontrolle und ggf. Nachbehandlung mit Ameisensäure oder Thymol.
- Fluglöcher anpassen: Räuberei verhindern, Mäuseschutz anbringen.
- Beuten abdichten: Undichte Stellen reparieren, Dach prüfen.
- Standort prüfen: Windschutz und sonnige Lage für den Winter sicherstellen.
- Jungvölker angleichen: Schwache Ableger mit stärkeren vereinigen, falls nötig.
👨🏫 Extra-Tipp für Jungimker
Ein häufiger Fehler im September ist das Übersehen von Futtermangel. Wiege deine Beuten! Ein zu leichtes Volk ist in Gefahr. Bei Bedarf kannst du jetzt noch kleine Mengen Futterteig auflegen, um Engpässe auszugleichen. Auch die Kontrolle auf Weisellosigkeit ist wichtig – spätestens jetzt müssen alle Völker weiselrichtig sein.
🐝 Wusstest du schon?
Im September schlüpfen die letzten Sommerbienen. Ab jetzt werden nur noch langlebige Winterbienen geboren, die das Volk über viele Monate am Leben erhalten. Ihre Lebenserwartung liegt bei bis zu sechs Monaten – zehnmal länger als im Sommer!
💡 Persönliche Erfahrungen & Profi-Tipps
Ich überprüfe im September jedes Volk auf Futtermenge, Sitz und Geräusch. Durch leichtes Klopfen an die Beute erkennt man sofort, ob das Volk ruhig sitzt oder unruhig summt. Ruhige Völker sind in der Regel gesund und weiselrichtig. Lautes Summen oder Unruhe können auf Probleme hindeuten – hier lohnt ein genauer Blick.
Für schwache Völker oder Jungvölker nutze ich Futterteig anstelle von Flüssigfutter – das reduziert Räuberei und ist einfacher zu dosieren. Nachts achte ich darauf, dass der Stand ruhig bleibt und keine fremden Bienen eindringen.
🧺 Nützliche Produkte für den September
- Futterwaage: Zum schnellen Ermitteln des Beutengewichts – Jetzt ansehen
- Thymolpräparate: Zur sanften Varroa-Nachbehandlung – Zum Produkt
- Futterteig: Für die letzte Notfütterung schwacher Völker – Hier kaufen
- Mäuseschutzgitter: Zum Anbringen an den Fluglöchern – Zum Angebot
- Dichtband für Beuten: Zum Abdichten und Reparieren von Deckeln – Ansehen
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❓ Häufige Fragen zum Imkern im September
Wie viel Futter braucht ein Volk im September? Ein Wirtschaftsvolk sollte 18–20 kg Futter eingelagert haben, Jungvölker etwa 12–15 kg.
Wann sollte man die letzte Varroa-Behandlung durchführen? Spätestens Anfang September, damit keine Rückstände bis zur Winterbehandlung bleiben.
Wie erkennt man weisellose Völker? Unruhiges Verhalten, lautes Summen und fehlende Brut deuten auf Weisellosigkeit hin.
Muss man im September noch füttern? Nur bei Futtermangel oder Jungvölkern – kleine Mengen Futterteig reichen meist aus.







