Futterrechner für Bienen
Berechne den voraussichtlichen Winterfutterbedarf deiner Bienenvölker. Der Rechner ermittelt die noch fehlende Futtermenge sowie den Bedarf an Haushaltszucker, Wasser oder Fertigsirup.
Winterfutter berechnen
Gib die Anzahl deiner Völker, den gewünschten Futtervorrat und die bereits vorhandene Futtermenge ein.
Die Berechnung läuft ausschließlich in deinem Browser. Es werden keine Eingaben gespeichert oder übertragen.
Wie funktioniert der Futterrechner?
Der Rechner zieht den geschätzten vorhandenen Futtervorrat vom gewünschten Zielvorrat ab. Die verbleibende Menge wird anschließend mit der Anzahl der Bienenvölker multipliziert.
1. Vorrat ermitteln
Schätze das eingelagerte Futter über die Futterwaben oder ermittle das Beutengewicht mit einer geeigneten Waage.
2. Zielwert festlegen
Wähle einen Orientierungswert aus oder trage den für deine Betriebsweise passenden Zielvorrat selbst ein.
3. Futter vorbereiten
Der Rechner zeigt dir die benötigte Zucker- und Wassermenge oder die voraussichtliche Menge an Fertigsirup.
Orientierungswerte für das Winterfutter
Der tatsächliche Winterfutterbedarf ist regional und betriebsbedingt unterschiedlich. Folgende Werte können als Ausgangspunkt für die eigene Planung verwendet werden:
| Volk beziehungsweise Beutensystem | Orientierungswert | Hinweis |
|---|---|---|
| Einzargiges Wirtschaftsvolk | etwa 15 kg | Vorhandene Vorräte werden angerechnet. |
| Zweizargiges Volk oder Großraumbeute | etwa 18–22 kg | 20 kg sind im Rechner als mittlerer Startwert eingestellt. |
| Mini Plus auf drei Zargen | etwa 9–10 kg | Volksstärke und Zargenzahl berücksichtigen. |
Die Werte sind keine Garantie. In kalten Regionen, bei späterem Frühjahrsbeginn oder bei einer besonders starken Volksentwicklung kann ein größerer Vorrat erforderlich sein.
Zuckerwasser im Verhältnis 3 : 2 berechnen
Bei einem Verhältnis von 3 : 2 werden drei Gewichtsteile Haushaltszucker mit zwei Teilen Wasser gemischt. Für 15 kg Zucker werden deshalb etwa 10 Liter Wasser benötigt.
| Zucker | Wasser | Gesamtgewicht der Mischung |
|---|---|---|
| 3 kg | 2 Liter | etwa 5 kg |
| 6 kg | 4 Liter | etwa 10 kg |
| 9 kg | 6 Liter | etwa 15 kg |
| 15 kg | 10 Liter | etwa 25 kg |
Vorhandenes Futter richtig einschätzen
- Belassene Honig- und Futtervorräte müssen vom Gesamtbedarf abgezogen werden.
- Ein Quadratdezimeter beidseitig verdeckelte Futterfläche enthält nach Angaben der LWG ungefähr 300 Gramm Futter.
- Bei der Gewichtsmethode wird das Leergewicht von Beute, Rähmchen und Waben sowie ein Zuschlag für Bienen und Pollen berücksichtigt.
- Am zuverlässigsten ist ein bekanntes Zielgewicht, das mit dem eigenen Beutenmaterial ermittelt wurde.
- Nach Abschluss der Fütterung sollte eine erneute Gewichtskontrolle erfolgen.
Praktische Hinweise zur Einfütterung
Nach der Honigernte beginnen
Nach dem Abräumen der Honigräume sollte die Futterversorgung der Völker zeitnah geprüft und begonnen werden.
Räuberei vermeiden
Futter nicht verschütten, Fluglöcher der Situation anpassen und Flüssigfutter möglichst gegen Abend geben.
Brutnest nicht blockieren
Bei einzargigen Völkern können kleinere Einzelgaben sinnvoll sein, damit das Brutnest nicht zu früh mit Futter eingeengt wird.
Mehr zum Zusammenspiel von Fütterung und Behandlung findest du im Ratgeber über die Varroamilbe.
Häufige Fragen zum Winterfutter
Wie viel Winterfutter braucht ein Bienenvolk?
Als grobe Orientierungswerte können bei einzargigen Völkern etwa 15 kg und bei zweizargigen Völkern ungefähr 18 bis 22 kg eingelagertes Futter angesetzt werden. Entscheidend sind jedoch Region, Beutensystem, Volksstärke und die vorhandenen Vorräte.
Wie berechne ich Zuckerwasser im Verhältnis 3 : 2?
Die Zuckermenge wird durch drei geteilt und anschließend mit zwei multipliziert. Für 12 kg Zucker werden beispielsweise 8 Liter Wasser benötigt.
Kann ich mich vollständig auf den Rechner verlassen?
Nein. Der Rechner liefert einen Planungswert. Die tatsächliche Futtermenge muss durch eine Kontrolle der Futterwaben oder durch das Wiegen des Volkes überprüft werden.
Warum muss vorhandenes Futter abgezogen werden?
Das Ziel ist der gesamte eingelagerte Wintervorrat. Befinden sich bereits Honig oder verarbeitetes Futter im Volk, muss nur noch die Differenz bis zum festgelegten Zielwert ergänzt werden.
Wann sollte die Wintereinfütterung abgeschlossen sein?
Die Hauptfütterung sollte normalerweise im Spätsommer erfolgen. Der konkrete Zeitpunkt hängt unter anderem von Region, Wetter, Varroakonzept und Betriebsweise ab. Eine abschließende Futterkontrolle darf nicht fehlen.
Verwendete Fachquellen
Die Orientierungswerte und Berechnungshinweise basieren unter anderem auf den Veröffentlichungen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau sowie dem europäischen B-THENET-Projekt.
LWG Bayern: Fütterung von Bienenvölkern
B-THENET: Einfütterung für den Winter
